Die neue Euro 7 Norm – Das Ende des Verbrenners?

2021 wird über die künftige Abgasnorm 7 entschieden. Ein Expertengremium schlägt eine deutlich verschärfte Neugestaltung der Abgasnormen vor. Das Dokument der Forschergruppe basiert auf verschiedenen Pkw-Tests der Abgasnormen Euro 6d-temp und 6d. Vor allem der Ausstoß gesundheitsschädlicher Stickoxdie (NOx) soll durch die neue Norm künftig deutlich sinken.

Die momentan geltende Euro 6c und 6d Abgas-Norm ist seit September 2017 in Kraft und beschreibt definierte Grenzwerte für den Ausstoß von Kohlenwasserstoffen, Stickoxiden, Kohlenstoffmonoxid, Nichtmethankohlenwasserstoffen, Feinstaub sowie sonstigen Partikeln.

WLTP - / RDE Werte

Die Euro 6c Abgasnorm gilt für die WLTP-Werte (Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure). Bei der Euro 6d Norm sind es die RDE-Werte (Real Driving Emissions) federführend für die Norm.

So darf derzeit ein Benziner nach WLTP-Messung maximal einen NOx-Wert von 60 Milligramm pro Kilometer aufweisen. Nach dem RDE-Zyklus darf ein Benzin betriebenes Fahrzeug höchstens 126 Milligramm ausstoßen. (Diesel: WLTP max. 80 Milligramm bzw. RDE max. 168 Milligramm.)

Nach der Euro 7 Norm sollen Neuwagen künftig nur noch 30 Milligramm Stickoxide pro Kilometer ausstoßen dürfen. In einem zweiten Szenario, das in der Neugestaltungs-Studie skizziert wird, wären es sogar nur noch zehn Milligramm.

Kriegserklärung an den Verbrenner

Die neuen Grenzwerte können als „Kriegserklärung an Diesel und Benziner“ bezeichnet werden. Die Werte sind kaum für Verbrennungsmotoren abbildbar, sodass die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie, Hildegard Müller, vor einem Todesstoß warnt: „Mit der Einführung der geplanten EU-7-Norm wird die EU-Kommission Autos mit Verbrennungsmotor ab 2025 de facto verbieten.“

Umweltziele

Mit den neuen Regelungen soll der Umstieg zu umweltfreundlichen Antriebsformen weiter vorangetrieben werden. Dies ist auch dringen notwendig, um die ambitionierten Klimaziele in Europa erreichen zu können.